WIKU-Schülerinnen in La Rochelle (Frankreich)Erasmus+ Projekt “Architecture Through Time Across Europe”

WIKU-Schülerinnen in La Rochelle (Frankreich)Erasmus+ Projekt “Architecture Through Time Across Europe”

Begonnen hat alles mit einem e-Twinning Projekt, bei dem wir uns unter der Leitung von Frau Prof. Novak und Frau Prof. Candussi im Laufe des bisherigen Schuljahres mit unseren Partnerschulen Lycée Saint-Exupéry in La Rochelle (Frankreich) und Százhalombattai Arany János Általános Iskola és Gimnázium in Százhalombatta (Ungarn) zu diversen Aktivitäten online trafen und einander kennenlernen durften. Im Vorfeld unseres Besuches in La Rochelle durften wir zu unserem Projektthema „Architecture Through Times Across Europe” einen spannenden Vortrag am Institut für Archäologie der Universität Graz zu den Errungenschaften der römischen Kultur für die Entwicklung des Bauwesens und ihrer Architektur im allgemeinen hören, eine Stadterkundung zu praktischen Anwendungen römischer Innovationen an historischen und modernen Gebäuden in Graz unter der Leitung von Frau Prof. Oberwinkler erleben, bevor wir schließlich englischsprachige Präsentationen zu verschiedenen Aspekten von Architektur in Kleingruppen für den Austausch mit unseren Partnerschulen vorbereiteten.

Als wir – eine ausgesuchte Gruppe von zehn Schülerinnen der 5.C-Klasse – schließlich nach La Rochelle aufbrachen, waren alle gespannt, was uns erwarten würde: Herzlichkeit bei der Aufnahme durch die französischen Gastfamilien war gleich ein ganz besonderer Eindruck, der die beste Grundlage für neue Freundschaften sein sollte. Beim gemeinsamen Frühstück im Lycée merkten wir, wie schnell man mit Jugendlichen aus anderen Ländern ins Gespräch kommt. Beim Bauen von Spaghetti Türmen und den Ice‑-‑breaking ‑Spielen wurden wir sofort zu einem großen internationalen Team: Ungarn – Österreich – Frankreich. Die gemeinsame Besichtigung des örtlichen Rugby Stadiums hat uns eine neue (Sport-) Welt eröffnet, bevor wir beim Orientierungslauf durch einen Park erleben durften, wie wichtig Kommunikation und Zusammenarbeit sind – und wie viel Spaß es macht, gemeinsam etwas zu erreichen.

Der Ganztagesausflug nach Bordeaux am zweiten Tag war für uns ein echtes Highlight, allein schon wegen der lustigen Gesellschaftsspiele mit unseren ungarischen und französischen Partner:innen, die uns die lange Zugfahrt versüßt haben. Eine Architektin erklärte uns, wie Architektur Antworten auf soziale und ökologische Herausforderungen geben kann. Sie betreute uns beim Basteln eines Tiny Home Modells und wir lernten an diesem praktischen Beispiel, wie sehr jede Entscheidung – Licht, Platz, Materialien – das Leben in einem Haus beeinflusst. Eine kreative Übung mit großem Spaßfaktor und Lerneffekt. Der anschließende Besuch in einem Sozialbau war ebenfalls ein spannendes Erlebnis, das uns dank unserer Gastgeberin Colette in besonderer Erinnerung bleiben wird.

Die Rallye durch La Rochelle am Mittwoch, die unsere französischen Gastgeber:innen für uns zusammengestellt hatten, fühlte sich an wie eine Reise durch die Zeit. In internationalen Kleingruppen entdeckten wir nicht nur die Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt, sondern auch versteckte Plätze, die wir allein nie gefunden hätten. Wir merkten, wie viel Selbstvertrauen es gibt, wenn jedeR etwas beitragen kann, und die Zusammenarbeit hat wirklich viel Spaß gemacht. Der anschließende, freie Nachmittag wurde in den Familien verbracht und ermöglichte uns nicht nur die Vertiefung unserer Freundschaften, sondern auch einen besseren Einblick in das Alltagsleben in Frankreich.

Der Besuch im Theater La Coursive beeindruckte uns am Donnerstag besonders, weil dieses Gebäude so wunderbar zu unserem Projektthema passte: gebaut als Kloster, später Tabakfabrik und Fischmarkt, heute ein modernes Kulturzentrum. Es ist faszinierend, wie Architektur Vergangenheit und Zukunft verbindet.

Am letzten Tag präsentierten wir unsere Ergebnisse und erstellten Videos für den e-Twinning Space. Wir waren stolz auf unsere Präsentationen und wie sicher wir auf Englisch sprechen konnten. Danke an Frau Prof. Novak, die uns mit zarter Hartnäckigkeit und liebevoller Konsequenz immer wieder zur Weiterarbeit ermutigt hat – die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

Schnell war diese Woche dann leider wieder vorbei. Ein gemeinsamer Abschlussabend hat uns noch einmal zusammengeschweißt, bevor wir uns tränenreich voneinander verabschieden mussten. Diese Woche hat uns gezeigt, wie bereichernd es ist, Schule außerhalb des Klassenzimmers zu erleben, sich international auszutauschen und neue Freundschaften zu knüpfen. Es war eine „semaine magique“ (magische Woche). Danke an unsere Lehrerinnen und Erasmus+ für dieses wunderschöne Erlebnis: Wir würden jederzeit wieder mitfahren.

Lisa, Emma, Miriam, Katharina, Anna, Colleen, Annabell, Lara-Sofie, Konstanze, Nina

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